16.4.15 Einmal Dresden ...

Manche Fahrten sind schon kurios. Nicht wegen des Ziels oder der Gruppe, sondern wegen der Fahrt an sich. Bei uns begann es damit, dass wir pünktlich in Homburg stehen, aber unsere Fahrgäste dort fehlen. Ein Anruf unter der angegebenen Nummer bringt nichts, denn es ist eine Festnetznummer. Ein weiterer in der Firma ergibt keine neuen Infos, nur die Anweisung nach einer angemessenen Wartezeit abzufahren, denn irgendwann sollten wir ja in Dresden auch ankommen. Zwei Stunden später gibt es noch immer keine Informationen, wo diese Gäste abgeblieben sind. In Kaiserslautern geraten wir in den ersten, am Frankentaler Kreuz in den zweiten und bei Lorsch in den dritten Stau, den es laut Verkehrsfunk gar nicht gibt. Immerhin erreichen wir demnächst Pfungstadt... Eine erste Pause erledigen wir in Lorsch. Dort lernen wir, dass es Berufe gibt, für die man als Depp geboren sein muss. Auf dem Parkplatz der Raststätte wird kräftig gebaut. Links baggert ein Bagger den Asphalt auf und lädt ihn auf einen LKW. Rechts steht eine Maschine, die Steinklötze zu feinem Kies verarbeitet. Theoretisch könnte der Baggerarm seine Last direkt davor abladen. Praktisch aber kippt er ihn auf einen LKW, der dann fünf Meter vorfährt, rangiert und den Steinhaufen erhöht. Dann fährt er wieder fünf Meter zurück, um sich erneut beladen zu lassen. Den ganzen Tag. Irgendwie kommt es mir genauso sinnvoll vor, wie die Bewerbungsseminare der Arbeitsagenturen. Ob der Fahrer von dort vermittelt wurde? ....

16.4.15 09:50

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